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Endlich angekommen

Port Dickson ist keine sehr attraktive Stadt. Zumindest was den westlich-orientierten Tourismus betrifft. F├╝r die einheimischen St├Ądter hat sie allerhand zu bieten. Strand, Gesch├Ąfte, Hotels verschiedener Kategorien. An den Wochenenden und Feiertagen ist hier eine Menge los. Wir kommen in einem Youth Hostel unter und erleben dort die Wochenendausfl├╝gler. Frei ist nur der Sonntag und so kommen viele am Samstag Abend von Weitem her. Ein ÔÇ×Harley- und Japan DavidsonÔÇť-Club bezieht eine Unterkunft gegen├╝ber. Abends und morgens bekommen wir das Blubbern gro├čhubr├Ąumiger V-Motoren mit. Sonst ist es hier eher still.

Nach unserem Ankommen und einer herrlichen Dusche im tropischen Regen schieben wir die Betten zusammen und spannen ein Moskitonetz dar├╝ber. Die Herberge wirkt nicht mehr ganz frisch, aber der Fu├čboden aus Tropenholz l├Ądt zum Verweilen ein. Bleiben wollten wir 2 N├Ąchte und es wurden 5. Schon bald kannten uns hier alle. Salina sagte, dass ├╝ber uns in der Zeitung geschrieben wurde, noch bevor wir ankamen. Auf der Stra├če haben wir eh keine M├Âglichkeit inkognito zu bleiben. Sogar die Polizei gr├╝├čt uns. Am Strand lassen sich die Leute mit uns und vor allem mit unseren Kindern fotografieren. Exotik einmal andersrum. Wir f├╝hlen uns hier wohl und nicht fremd. Satt k├Ânnen wir schon f├╝r 1 Ringit (30 Cent) werden nur die Ameisen ├Ąrgern uns. In der ersten Nacht bilden sie eine Stra├če ├╝ber Anikas Bett. Na ja, die Kinder haben da auch ganz sch├Ân gekr├╝melt. Nachdem wir alles ausgefegt haben, geht es dann. Salina besuchen wir in der Surfschule noch zwei mal. Jedes mal sind dort verschiedene Leute aus irgendwo in der Welt. Ein Besitzer eines gro├čen Hotels l├Ądt uns ein bei ihm im Hotel zu ├╝bernachten, doch wir wollen weiter. Einen ganzen Tag r├╝hren wir uns nicht von unserer Veranda. Anika h├Ârt Kassetten, wir schreiben oder lesen oder tun einfach wenig. Bis wir wieder aufbrechen erleben wir noch einen Nachtmarkt. Hier wird allerhand angeboten. Von verschiedensten Lebensmitteln, Stoffen und Kleidern und Schuhen bis Naturarzneien.

 

 Die Ameisen waren ganz sch├Ân l├Ąstig, denn sie haben auch kr├Ąftig gebissen. Aber nach dieser Nacht wurde nur noch auf der Veranda gegessen. Und es wurde fast t├Ąglich gefegt, damit sich nicht zuviel ansammeln konnte.

Das Chalet ist in der Woche ein kleines Zuhause f├╝r uns geworden. Auf dem Gel├Ąnde gibt es Bananenstauden, Papayab├Ąumen und diverse andere tropische Obstb├Ąume. Dieses ├╝ppige Gr├╝n tut einfach gut.

Bis zum Strand ist es auch nicht weit. Vorbei an Foodstalls, wo es Mee Goreng und andere Leckereien in Bananenbl├Ątter verpackt f├╝r den Strand zum Mitnehmen gibt.

Hier hat sich auch ein ├ľsterreicher niedergelassen, der mit seiner malaysischen Frau und Familie eine Pizzeria betreibt.

In Port Dickson durchstreifen wir unseren ersten gro├čen Supermarkt in Malaysia. Bisher haben wir immer in den kleinen L├Ądchen eingekauft, wo das Angebot schon eher begrenzt war. Hier gibt es von allem etwas, selbst Nivea-Cremes und ein riesiges Regal mit Windeln und diversen Frauenhygieneartikeln! Vor der Reise hie├č es, man sollte m├Âglichst viel Windeln, Tampons etc. mitnehmen, da diese schwierig zu bekommen seien. Das habe ich selbst in den kleinsten L├Ądchen nicht feststellen k├Ânnen. Es gab keine gro├če Auswahl, aber Windeln und einfache Binden gab es ├╝berall.

Titus und Anika sind von der bunten, glitzernden S├╝├čigkeitenvielfalt angetan.

 

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